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Drittwartung: Großunternehmen als Kunden


SAP-Support-Kosten senken: Wer Prozesse optimiert, kann sich beim Hersteller-Support aus Abhängigkeiten lösen
Neben kleinen Spezialisten bieten auch große SAP-Systemintegratoren mittlerweile Drittwartung für SAP-Systeme an


(15.02.11) - IT-Experten bescheinigen dem Drittmarkt für Wartung großes Potential. Doch bisher hat sich der Fremdservice in Deutschland relativ schwer getan, denn noch immer bleiben viele Anwender beim Hersteller-Support. Durch die letztjährige Preispolitik der SAP wird dies verstärkt in Frage gestellt - und zwar von Großkonzernen wie auch von Mittelständlern.

Noch hat SAP eine marktbeherrschende Stellung bei der Wartung ihrer Softwareprodukte inne - oft zum Leidwesen der Anwender. In vielen Ländern wehren sich diese bereits, indem sie ihre Software durch Dritte warten lassen. Im Gegensatz dazu steckt der Markt in Deutschland noch in den Kinderschuhen, da hierzulande.

Großes Interesse an diesem Service besteht aber nicht nur auf Anwender-, sondern auch auf Anbieterseite: Neben kleinen Spezialisten bieten auch große SAP-Systemintegratoren mittlerweile Drittwartung für SAP-Systeme an.

Ähnlich wie alternative Beschaffungswege für Softwarelizenzen liefern auch alternative Wartungskonzepte starke Argumente: Rimini Street Inc. beispielsweise verspricht höheres Serviceniveau mit gleichzeitigen Einsparungen von mehr als 50 Prozent des Jahres-Support. "Mit Drittwartung macht sich ein Anwender-Unternehmen unabhängig von den Preisentwicklungen der Softwaremonopolisten", erklärt Axel Susen, Initiator des Seestern IT Forums. "Die einbrechenden Lizenzgeschäfte versuchen viele Hersteller durch Service-Gebühren aufzufangen. Ein stabiles ERP-System benötigt den vollen Support aber in der Regel nicht."

Dennoch gibt es auch Unternehmen, bei denen sich Drittwartung nicht lohnt. Daher sollte man immer überprüfen, wie viel Know-how man selbst im Haus hat und was man vom Support erwartet: Wenn es um kleine rechtliche Änderungen oder etwaige Fehlerbehandlungen geht, reicht das Angebot der Third-Party-Maintenance-Anbieter vollkommen aus, "um ein bestehendes System sowohl technisch als auch betriebswirtschaftlich sicher weiter betreiben zu können", sagt IT-Experte Dr. Ried.

"Nach momentanem Stand sieht es so aus, als ob Anwender aus dem Mittelstand die ersten Kunden für Drittwartung werden", kommentiert Susen. "Es werden die innovativsten und bestens strukturierten Mittelständler sein, die den Wechsel durchführen." Im Ausland setzen bisher vor allem (Groß-)Konzerne auf Fremdwartung: In den USA beziehen bspw. Toshiba oder die Union Pacific Railroad, Amerikas größte Eisenbahngesellschaft, Support von einem Drittanbieter. (Seestern IT Forum: ra)

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